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Klosterkirche Frauenchiemsee

Auf einer Insel im Chiemsee steht die Benediktinerinnenabtei Frauenchiemsee. Sie zählt zu den ältesten Frauenklöstern Deutschlands. Das Münster mit seinen Kunstwerken zeugt von der mehr als tausendjährigen Geschichte.
Im 8. Jahrhundert gründete Herzog Tassilo III. auf der zweitgrößten Chiemseeinsel ein Nonnenkloster. Die Nonnen gaben der Insel ihren Namen: Fraueninsel, Frauenwörth, Frauenchiemsee. Das Kloster war seit den Karolingern ein Reichsstift. Mit der Säkularisation 1803 wurde es aufgehoben, 1837 durch König Ludwig I. von Bayern erneut gegründet.

In der Kirche blieben romanische Wandmalereien erhalten
Das Münster des Klosters dürfte um das Jahr 1000 errichtet worden sein. Bau und Ausstattung der heutigen Anlage spiegeln alle Epochen bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts wider. In Fachkreisen berühmt geworden ist die Klosterkirche durch die erst 1954 entdeckten romanischen Fresken. Sie schmückten einst die Sanktuariumshochwände und entstanden um 1130 unter dem Eindruck spätantiker und byzantinischer Kunst. An Nord- und Südwand blieben die Reste von neun Figuren erhalten, die Christus und die Propheten darstellen. Die Malereien hatten ehemals eine Höhe von etwa zwei Metern. Die Torhalle nahe der Kirche stammt aus karolingischer Zeit und ist eines der ältesten Bauwerke Bayerns. Die Tradition der königlichen Gaststätte �Zur Linde� reicht vermutlich bis in das 14. Jahrhundert zurück. Im 19. Jahrhundert trafen sich hier die Landschaftsmaler zur Sommerfrische.