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Entwicklungspolitik und internationale Beziehungen; Allgemeine Informationen

Der Freistaat Bayern engagiert sich in vielfältiger Hinsicht in der Entwicklungszusammenarbeit und pflegt eine Vielzahl eigenständiger und zum Teil über Jahrzehnte gewachsener internationaler Beziehungen mit Staaten und Regionen weltweit.

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Bayerische Staatskanzlei

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Leistungsdetails

Der Freistaat Bayern engagiert sich umfassend in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und leistet damit einen wichtigen Beitrag in einer zunehmend komplexen und herausfordernden Welt. Ziel ist es, nachhaltige Entwicklung zu fördern, stabile Strukturen zu stärken und Perspektiven vor Ort zu schaffen.

Bayerns Engagement ist langfristig angelegt und orientiert sich an konkreten Bedarfen in den Partnerregionen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere:

  • Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften vor Ort
  • Förderung lokaler Beschäftigung und regionaler Wertschöpfung
  • Stärkung wirtschaftlicher Strukturen und resilienter Märkte
  • Ausbau und Verbesserung grundlegender Infrastruktur
  • Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen
  • Förderung von Klimaschutz und nachhaltiger Energieversorgung
  • Unterstützung von Eigeninitiative und nachhaltiger Selbsthilfe

Leitprinzip ist dabei die Hilfe zur Selbsthilfe. Bayern setzt gezielt dort an, wo Menschen und Institutionen vor Ort gestärkt werden können, eigene Entwicklungsperspektiven zu schaffen und langfristig zu sichern.

So trägt die bayerische Entwicklungszusammenarbeit dazu bei, Lebensbedingungen zu verbessern, wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität zu fördern, Umwelt und Klima zu schützen sowie widerstandsfähige Strukturen in Partnerländern – insbesondere in Afrika – nachhaltig zu entwickeln.

Die Bayerische Staatsregierung arbeitet eng mit ausgewählten Partnerländern und -regionen in Afrika, Lateinamerika und Asien zusammen. Grundlage ist ein kooperativer Ansatz auf Augenhöhe, der auf Verlässlichkeit, gemeinsame Zielsetzungen und langfristige Partnerschaften setzt.

Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Eigenverantwortung der Partner sowie die Unterstützung beim Aufbau tragfähiger staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen. Dabei orientiert sich das Engagement an international anerkannten Standards und fördert die Einhaltung gemeinsamer Prinzipien guter Regierungsführung.

Zur Sicherstellung eines abgestimmten Vorgehens erfolgt eine enge Koordination mit den zuständigen Stellen auf Bundesebene, insbesondere mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Auswärtigen Amt (AA). Ziel ist es, Synergien zu nutzen und die Wirksamkeit der Maßnahmen von Bund und Ländern zu erhöhen.

Entwicklungspolitik von Bund und Ländern in der Bundesrepublik

Die Entwicklungszusammenarbeit ist in Deutschland in erster Linie Aufgabe des Bundes, insbesondere des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Zugleich ist sie ein Politikfeld, an dem neben dem Bund auch Länder, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mitwirken.

Der Freistaat Bayern bringt sich in diesem Rahmen mit eigenen Schwerpunkten ein und ergänzt die Maßnahmen des Bundes durch gezielte Projekte und Partnerschaften.

Staatskanzlei übernimmt die zentrale Koordination

Innerhalb der Staatsregierung koordiniert die Staatskanzlei die entwicklungspolitischen Maßnahmen. Die Ressorts engagieren sich in ihrem Fachbereich eigenverantwortlich. Bei ressortübergreifenden Maßnahmen übernimmt die Staatskanzlei die Federführung. Hier ist aktuell Eric Beißwenger als Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales verantwortlich für die die Entwicklungsarbeit des Freistaats sowie für die Beziehungen Bayerns nach außen.

Bayern – weltweit vernetzt

Der Freistaat Bayern pflegt eine Vielzahl eigenständiger und zum Teil über Jahrzehnte gewachsener internationaler Beziehungen mit Staaten und Regionen weltweit. Die Attraktivität und der Status des Freistaats Bayern überall auf der Welt sind zwei unverzichtbare Gründe für die bayerische Erfolgsgeschichte.

Der Freistaat unterhält eine Reihe von Auslandsrepräsentanzen in der ganzen Welt. Die Repräsentanzen in Prag (Tschechien), Québec (Kanada), Tel Aviv (Israel), Kyjiw (Ukraine) und London (Vereinigtes Königreich) sind als ressortübergreifende Vertretungen unmittelbar der Staatskanzlei zugeordnet. Darüber hinaus unterhält Bayern ein Afrikabüro in Addis Abeba (Äthiopien).  Weitere Büros vertreten im Auftrag des Wirtschaftsministeriums den Freistaat Bayern in der Welt, um Handel, Investitionen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern.

Entwicklungspolitische Inlandsarbeit

Der Freistaat Bayern will das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger für die Unterstützung von Ländern des globalen Südens verbessern, denn ein besseres Verständnis über globale Zusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten trägt zu einer weltweit nachhaltigeren Entwicklung bei.

Deshalb ergänzt der Freistaat sein Engagement im Ausland mit entwicklungspolitischer Bildungsarbeit im Inland, zum Beispiel mit schulischen und außerschulischen Angeboten für Jugendliche, Vernetzungen von Akteuren sowie die Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungs-Organisationen aus dem Eine-Welt-Bereich, wie etwa das Eine Welt Netzwerks Bayern e.V., der bayerische Dachverband entwicklungspolitischer Akteure. Darüber beteiligt sich der Freistaat seit 2014 an einem bundesweiten Programm zu Themen wie Globales Lernen, Fairer Handel, nachhaltige Beschaffung, global verantwortliches Wirtschaften, Kommunen und Eine Welt, Partnerschaftsarbeit und Freiwilligenarbeit. Finanziert wird das Programm zu 60 Prozent vom Bund und zu 40 Prozent von den Ländern.

Das Bayerische Afrikapaket

Mit dem „Bayerischen Afrikapaket“ unterstützt die Bayerische Staatsregierung gezielt die nachhaltige Entwicklung einzelner Länder mit dem langfristigen Ziel, Afrika als Kontinent der Chancen wahrzunehmen. Der Fokus liegt auf den Staaten Äthiopien, Tunesien, Senegal, Kenia und den südafrikanischen Regionen Westkap und Gauteng. Sie unterstützt der Freistaat mit schulischer Bildung und Wissenschaft, Wirtschaft und Beruflicher Bildung, Landwirtschaft und Umwelt sowie beim Aufbau einer leistungsstarken öffentlichen Verwaltung. Das im April 2019 eröffnete Bayerische Afrikabüro in Addis Abeba ist zentraler Anlaufpunkt und Drehscheibe für den Kontakt Bayerns mit Äthiopien und ganz Afrika.

Stand: 09.07.2026
Redaktionell verantwortlich für Leistungsbeschreibung: Bayerische Staatskanzlei